NTi Audio XL2- LAUTHEITSANALYSE (Zwicker, DIN 45631, ISO 532 B)
Trotz gleichen Schalldrucks können sich zwei Schallsignale im subjektiven Lautstärkeeindruck bis zum Faktor vier unterscheiden. Die Ursache für diese enorm großen Diskrepanzen liegt in der spektralen und zeitlichen Struktur der Schalle begründet. So werden beispiels weise breitbandige Schalle lauter empfunden als schmalbandige, auch wenn in beiden Fällen der effektive Schalldruck gleich ist. Auch spektrale Verdeckungs-effekte spielen eine wichtige Rolle und werden bei der Lautheitsanalyse automatisch berücksichtigt und angezeigt."Verdeckte Schallanteile" tragen zwar zum Schalldruckpegel bei, nicht aber zum Höreindruck! Mit Hilfe der Lautheitsanalyse können Sie endlich das messen, was Sie auch empfinden (Lautstärkeeindruck bzw. Lautheit in Sone). Die Analyse erfolgt gemäß DIN 45631. (also für stationäre Signale). Zusätzlich können Tendenzen "live" beobachtet und aufgezeichnet werden. Bei der Option handelt es sich um eine Software, die den XL2 direkt an den PC anbindet (Remote-Option erforderlich). DIe Software wird ab Dezember verfügbar sein ![]() Messen was man hört: Infos zu Lautheit Download | ||
Lautheitsanalyse Die Live-Lautheitsanalyse berücksichtigt die Nichtlinearitäten und
Maskierungs- und Verdeckungseffekte des menschlichen Gehörs, und berechnet für
jede Frequenzgruppe eine spezifische Lautheit, dargestellt über der sogenannten"Bark-Skala". In Zeitrastern von einer Sekunde werden die Teillautheiten mit ihren Verdeckungs-effekten berechnet und angezeigt. Ebenso wird die Summenlautheit berechnet. Eine Verdoppelung der
Bei herkömmlichen Schalldruckpegelmessungen von Geräuschereignissen werden
nur physikalische Parameter erfaßt. Trotz verschiedener Gewichtungen und
Bewertungen stellt dies nur eine grobe Annäherung an die Wahrnehmung des
menschlichen Gehörs dar. Deswegen passiert es oft, daß von zwei Geräuschen mit Man könnte
vermuten, dass die wahrgenommene Lautstärke direkt vom Schalldruck abhängt, dass
folglich zwei beliebige Schalle gleich laut wahrgenommen werden, sofern nur ihr
(effektiver) Schalldruck gleich groß ist. Dies ist allerdings nicht der Fall: Trotz
gleichen Schalldrucks können bei verschiedenen Schallen Lautstärkeunterschiede
bis zum Verhältnis 1:4 auftreten. | ||
Was ist Lautheit (Erklärungen zu Frequenzgruppen / Barks etc..)Lautheit ist eine psychoakustische Größe die den wahrgenommenen Lautstärkeeindruck zahlenmäßig beschreibt. Sie ist skaliert in Sone. Zur richtigen Berechnung müssen verschiedene Parameter berücksichtigt werden: a) Frequenz und Pegel b) Frequenzgruppen (Barks) c) Spektrale Verdeckung
bedeutet, daß ein Ton unhörbar wird, durch die Wirkung eines weiteren,
gleichzeitig vorhandenen Tones. Tiefe Töne mit hohen Pegeln verdecken hohe Töne
mit niedrigen Pegeln. Ein 1 kHz-Ton mit 40 dB ist deutlich zu hören, solange kein
anderes Geräusch vorhanden ist. Wenn ein 600 Hz-Ton mit 70 dB hinzugeschaltet
wird, wird der 1 kHz-Ton verdeckt und dadurch unhörbar. Verdeckung kann nicht
durch einfache Filterung nachgebildet werden, sie ist ein komplexer nichtlinearer
Prozeß. Lärmminderungsmaßnahmen sollten nur hörbare Töne berücksichtigen, um
unnötigen Aufwand zu vermeiden. Wenn tonale Komponenten z. B. mit einer FFTAnalyse
gemessen werden, ist damit keine Aussage über Verdeckungen möglich.
Die Ursache für diese Verdeckungen ist die Wanderwelle auf der Basilarmembran im
Innenohr. Ein Sinuston erregt die Basilarmembran nicht nur an einem bestimmten
Punkt, der eigentlich für diese Frequenz zuständig ist, sondern in einem breiteren
Bereich. Die Hüllkurve dieser Wanderwelle ist asymmetrisch, mit einem steilen Abfall
zu tiefen Frequenzen und einem flachen Abfall zu hohen Frequenzen. Die
Verdeckungskurven zeigen den gleichen Verlauf. Aufgrund von nichtlinearen
Rückkoppelungseffekten im Innenohr hängt die Steilheit der Verdeckungskurven
auch vom Pegel ab. Besonders der Abfall zu hohen Frequenzen hin ist flacher bei
höheren Pegeln. | ||
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